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Paper Art Award 2022 – Internationaler Preis für Bildende Papierkunst zum 2. Mal vergeben

Zum zweiten Mal wurden auf der paper positions berlin, der weltweit führenden Messe für Papierkunst, herausragende Arbeiten internationaler Künstler:innen mit dem Paper Art Award ausgezeichnet. Erstmalig erhielten gleich zwei Künstlerinnen den Award in Bronze.

Der Eröffnungstag der sechsten Ausgabe der paper positions berlin fand am 28. April 2022 durch die Verleihung des Paper Art Award seinen gelungenen Abschluss. Die hohe Qualität der vertretenen Positionen zeitgenössischerBildender Papierkunst wurde durch die Jury in diesem Jahr auf besondere Weise geehrt. Zum ersten Mal wurde der mit insgesamt 36.000 € höchstdotierte Kunstpreis für skulpturale Papierkunst an vier Kunstschaffende verliehen.

Für ihre herausragenden Arbeiten der „Boats series“ vergab die Jury die Auszeichnung in Gold an Afshan Daneshvar, vertreten von der O Gallery in Tehran. Seit 2015 setzt sich die Künstlerin intensiv mit dem Medium Papier auseinander. Textilartig reiht sie winzige gefaltete intakte und deformierte Papierboote in einem Meer aus Schwarz aneinander, die als Kommentar auf das aktuelle Zeitgeschehen gelesen werden können und somit tiefe emotionale Wirkung entfalten.

Silber erhielt Goekhan Erdogan, vertreten durch die Galerie Heike Strelow in Frankfurt am Main. Der Frankfurter Künstler ist bekannt für seine bildhauerische Annäherung an den Werkstoff Papier. Seine Arbeit wird bestimmt von der Auseinandersetzung mit dem eigenen vielfach auf Papier gedruckten Portraitfoto, das er mit handwerklicher Bearbeitung zum Teil bis zur völligen Auflösung transformiert.

Die Auszeichnung in Bronze teilen sich in diesem Jahr Aja von Loeper, vertreten durch die Wichtendahl Galerie in Berlin, sowie Lisa Tiemann, die durch die ebenfalls in Berlin ansässige Galerie Schwarz Contemporary vertreten wird. Die Position der in Nürnberg tätigen Aja von Loeper überzeugte die Jury durch das eindrückliche Spiel aus Licht und Texturen, das die Künstlerin den Papierfasern in ihren „Weißen Blättern“ durch so kraftvolle wie behutsame mechanische Bearbeitung abringt. Eine vergleichbare künstlerische Stärke sah die Jury in den raumgreifenden Skulpturen der in Berlin arbeitenden Lisa Tiemann, die in ihrer Werkserie „Couples“ durch die Fusion von Keramik und Papier die Grenzen von Materialität und Stabilität auslotet.
www.hahnemuehle.com

 

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