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Hybrid – Trend oder nachhaltige Lösung

Bobst’s hybride Drucklösung Master DM5.Der jährlichen Veranstaltung, alternierend in Brüssel und Chicago abgehalten, scheint die allgemeine Messemüdigkeit, welche die Druckindustrie in Bezug auf traditionelle Großveranstaltungen erfasst hat, kaum etwas an zu haben. Nachdem Anfang Oktober die letzte PRINT in Chicago stattfand, andere Messen in den letzten Jahren bereits aus dem Kalender entschwanden, ist die Zukunft der Labelexpo, die ihr 40-jähriges Jubiläum feierte, gesichert. 38.903 Besucher sowie 693 Aussteller fanden den Weg in die Messehallen. Von Sabine Slaughter

Eines der Worte, welche man fast überall hörte, war Hybriddruckmaschinen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben konventionellen analogen Druckwerken auch digitale beinhalten. Ein Vorteil liegt hier klar auf der Hand: Etiketten lassen sich in einem Durchgang bedrucken, auch personalisiert oder individualisiert, wobei je nach Anwendung die unterschiedlichsten Druckverfahren implementiert werden können. Und auch der Veredelungsbereich kommt hierbei nicht zu kurz. Dieses sorgt für Vielfalt und die Möglichkeit auch kleinere Lauflängen kosteneffektiv sowie -effizient zu produzieren.
Neben einfarbigen Eindrucklösungen, die bereits kurz nach der Jahrtausendwende auftauchten, gibt es diese spätestens seit auf der IGAS 2007 eine Flexo-Inkjet-Kombination mit über 10 Druckeinheiten, darunter vier Stationen für farbigen Tintenstrahldruck, sowie unter anderem einer Folieneinheit von Taiyo vorgestellt wurde. Jetzt, ein Dutzend Jahre später, hat fast jeder Druckmaschinenhersteller hybride Lösungen im Programm.
Die Gallus Labelfire Hybrid-Druckmaschine am Heidelberg-Stand.Ob es sich bei hybriden Druckmaschinen jedoch nur um einen Trend oder um eine nachhaltige Lösung handelt, wird die Zukunft zeigen. Wir haben einmal einige dieser Lösungen zusammengetragen sowie uns auf der Labelexpo umgesehen.
DigiFlexo- und Digitaldruck bei Bobst
Das schweizer Unternehmen stellte die Master DM5 vor. Diese beinhaltet die Cluster-Technologie von Mouvent für den Inkjet-Druck mit Fujifilm Dimatix Samba-Druckköpfen. Letztere sind einfach zu wechseln, wobei sie über voll integrierte Farb-, Konditionierungs- und Elektronik-Features verfügen. Die Druckauflösung beträgt 1.200 x 1.200 Tropfen pro Inch (dpi). Die vollständige digitale Automatisierung der Maschine bedeutet, dass nur ein Drucker benötigt wird, um Etikettenaufträge mit hohem Mehrwert in kleinen und mittleren Auflagen zu drucken. Auftragswechsel on-the-fly, ohne Anhalten der Presse, sind für Flexo-, Digital-, Stanz- und Abisolierprozesse möglich. Alle analogen Werkzeuge (Druckzylinder, Stanzbleche) werden automatisch gewechselt. Auch die Abfallentsorgung ist vollautomatisch.
Ink-on-Demand (IoD) ist eine optionale Zusatzausstattung für DigiFlexo-Druckwerke, eine revolutionäre Lösung, die herkömmliche Farbbehälter durch ein einziges Gummirohr ersetzt, das 30 Gramm Farbe an das Druckwerk abgibt. Das System eliminiert Farbschalen und Kammerrakel und führt das vollautomatische Waschen des Druckwerks in weniger als einer Minute durch.
Darüber hinaus verfügt die Maschine über eine ganze Reihe von Mehrwertfunktionen, darunter Beschichtungen, Lacke, Tastbareffekte, 3D-Effekte, Heißprägung, Kaltfolie, Prägung, Stanzen, Stanzen, Siebdruck, Flexodruck und digitaler variabler Datendruck (VDP).
„Die Master DM5 ist unsere erste voll digital integrierte Hybridmaschine und repräsentiert eine neue Ära in der Produktion von Selbstklebeetiketten mit völlig neuen Maßstäben an Produktivität und Wirtschaftlichkeit", sagte Jean-Pascal Bobst, CEO von BOBST. „BOBST kann nun die gesamte Bandbreite an Digital-, Hybrid- und DigiFlexo-Lösungen anbieten, die perfekt integriert, austauschbar und skalierbar für alle aktuellen und zukünftigen Anforderungen sind."
Bei Canon war die LabelStream 4000 als hybride Drucklösung zu sehen.Weitere Neuerungen am Stand waren die digitale sechsfarbige Etikettendruckmaschine LB802-WB welche einhundertprozentige wasserbasierende Mouvent-Tinten verwendet. Damit werden keine VOCs abgegeben, welches laut Unternehmen für indirekte Lebensmittelkonformität sorgt. Die breite Anwendungsvielfalt, von selbst- bis nass-klebenden Substraten, darunter auch strukturierte natürliche Papiere, wird von einer Maschinengeschwindigkeit von 100 Meter/Minute unterstrichen.
Die UV-Version LB701-UV von Mouvent kann sechsfarbig plus Weiß drucken, hat genau wie ihre Schwester eine Druckauflösung von 1.200 x 1.200 Tropfen pro Inch (dpi) und druckt zudem sowohl auf metallisiertes wie auch transparentes Material.
Eine Bahnbreite von 370 Millimeter bietet die Konfigurationsmaschine Vision M1X Inline-UV. Die Druckmaschine wurde unter Berücksichtigung von Automatisierung und Konnektivität entwickelt und kann eine Vielzahl von Anwendungen in einem Durchgang drucken und konvertieren.
Eine Kombination von Inline.UV.Flexodruck, REVO Digital Flexodruck und dem V-Flower-Druckwerk, welches einen Auftragswechsel innerhalb einer Minute „on-the-fly“ ohne Maschinenstopp und mit zu 95 Prozent Laufgeschwindigkeit ermöglicht, wurde mit der Master M6 gezeigt. Am Stand war diese mit dem vollautomatischen DigiMount Flexodruckplatten-Montagesystem versehen welches laut Bobst die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Plattenmontage verbessert.
Digitale Druckleiste
Am Stand von Heidelberg/Gallus war die hybride Gallus Labelfire zu sehen. Mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 70 Meter/Minute sowie digitaler Veredelungsmöglichkeiten dank der integrierten Digital Embellishment Unit (DEU) werden konventionelle und digitale Druckmöglichkeiten vereinigt. Die neu eingeführte, verschiebbare digitale Druckleiste für digital gedrucktes Deckweiß sowie ein neues Rotatlions-Schnellwechsel-Stanzwerk sollen laut Unternehmen insbesondere im schmalbahnigen Druck von selbstklebenden Etiketten effektiv sein. Die DEU kann hierbei für taktile Reliefeffekte sowie matte oder glänzende Spotlackierungen in unterschiedlichen Stärken sorgen. Die ausgestellte Labelfire verwendete die neu auf der Messe eingeführten migrationsarmen Heidelberg Saphira Digitalfarben.
Mit der bereits bekannten Gallus Smartfire präsentierte das Unternehmen ein Einstiegsmodell in den digitalen Etikettendruck welches sich insbesondere für kleine und mittlere Auflagen eignet.
Eine zehnfarbige Gallus Labelmaster Advanced wurde mit einem neuen rotierenden Schnellwechsel-Stanzwerk gezeigt. Zudem war eine digitale Druckleiste mit einer Breite von 430 Millimeter implementiert, mit der digitaler Weißdruck mit hoher Deckkraft realisiert wurde. Die Maschine unterstrich, laut Unternehmen, den kostengünstigen Flexo- und Siebdruck mit hoher Prozessflexibilität und Veredelungsmöglichkeiten bei Laufgeschwindigkeiten von bis zu 200 Meter/Minute. Gallus verkaufte noch während der Messe die einhundertste Labelmaster, welche vor zwei Jahren ihre Markteinführung feierte.
Memjet stellte den neuen Druckkopf DuraFlex vor, der in Konzeptdruckmaschinen eingebaut war.EF Symjet mit 430 mm Breite
MPS und Domino präsentierten die hybride EF Symjet welche die neue Domino N617i Druckeinheit auf der EFA Flexo-Plattform beinhaltet. Fünf Flexostationen. Digitale Kaltfolierung, Kurz-Kaltfolierung für Einzelbilder und optische Effekte, Laminierung und Stanzung sind neben der speziell für die EF Symjet entwickelten Digitaldruckeinheit, weitere Features der Maschine, welche erstmals in dieser Breite vorgestellt wurde.
Für vorhersagbare Druckergebnisse in Kombination mit erhöhter Geschwindigkeit sorgt die neue E-Sleeve-Technologie. "Flexodrucksleeves spielen eine entscheidende Rolle im gesamten Flexodruckprozess, da sie einen großen Einfluss auf die Druckeffizienz und -qualität haben", sagt Bert van den Brink, Mitbegründer von MPS. „Wir bei MPS sahen die Notwendigkeit, von Hülsen, die ein Aero-Montageprinzip mit kompressiblem Innenkern verwenden, zu einem Design mit präziser Rundlaufgenauigkeit über die gesamte Platte für optimale Druckergebnisse zu wechseln. Es ist ein Wendepunkt für die Druckindustrie." MPS zählt zu den wichtigsten Merkmalen der MPS E-Sleeve optimale Druckeinstellungen zur Vermeidung unnötiger Prellungen, präzise Rundlaufeigenschaften, konstante Parallelität für ideales Register über die gesamte Drucklänge und erhöhte Maßgenauigkeit für optimales Register zwischen allen Farben und Matrizenstationen.
Konventionelle analoge Druckmaschine S7
Als Erstaussteller kam Spande aus China und brachte seine Flexodruckmaschine S7 mit. Bahnbreiten von 370, 450 und 520 Millimeter und eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 200 Meter/Minute können mit Substraten zwischen 12 bis 600 Mikron bedruckt werden. Laut Unternehmen verfügen die Druckmaschinen der S7-Serie über acht Servomotoren in jeder Druckstation, verfügen über das i-Pressure-System, das automatisch präzise Druckdrücke abruft und lädt, und das intelligente Registrier- und Abdrucksystem i-Vision, das Registerkorrekturen an jeder Druckstation unabhängig und jederzeit gewährleistet - beim Maschinenstart, Auftragswechsel usw. Intelligente Rüstvorgänge, kurze Rüstzeiten und minimaler Ausschuss sind die Vorteile für den Kunden.
Mark Andy’s Digital HD-Series.Nilpeter feierte zwei Jubiläen
Nicht nur die Labelexpo feierte einen runden Geburtstag, auch Nilpeter – und das bereits den Hundersten. Die FA-17 produzierte Jubiläumsauftrag (Nodo d’Amore“ mit neuen High-Build Inkjet-Lacken, High Opacity White Inkjet und semi-rotierendes Schnellstanzwerk. Darüber hinaus lief die FA-22 mit zwei Schrumpfschlauchaufträgen, Proteinpulver- und Trink-Joghurtetiketten, die den Markttrends des breiteren Rollenetikettendrucks mit einer neuen 22'' Schnellwechsel-Stanzeinheit entsprechen. Weiterhin war die Maschine mit Lack, Laminierung, der neuen Schnellwechsel-Stanzstation und UV-LED-Trocknung ausgestattet.
Die Weltpremiere des neuen FA-26 fand ebenfalls am Stand von Nilpeter statt. Diese Maschine wurde für flexible Verpackungen und Etiketten mit Mehrwert für Kleinauflagen entwickelt - von Beuteln und Beuteln über Wrap-arounds bis hin zu Schrumpfschläuchen, Etiketten und mehr.
Digitaldruck
Im Bereich des Digitaldrucks von Etiketten hat sich ebenfalls einiges getan. Neben einer inzwischen breiten Substratvielfalt welche mit sich auch eine breite Anwendungsvielfalt mit sich bringt, erweist sich dieser Bereich inzwischen nicht nur für Kleinst-, sondern auch mittlere Lauflängen für geeignet. Sowohl die toner- wie auch inkjet-basierten Lösungen warten mit annehmlichen Geschwindigkeiten, hervorragender Qualität und sehr gutem Register auf, wobei Kosteneffizienz, Personalisierung, Individualisierung, schnelle Auftragswechsel, und Time-to-Market den Ansprüchen von Markeninhabern in Bezug auf kurzfristige, eventbasierte, regionalisierte Kampagnen entspricht.
Xeikon’s 3500-Digitaldruckmaschine im Präsentations- und Demobereich der Messe auf der vielfältige Anwendungen gezeigt wurden.Inkjet und Toner im Programm
Xeikon ist eines der wenigen Unternehmen, die beide Technologien im Programm haben. Auf der Xeikon CX500 wurde die Produktion von Standbeuteln demonstriert. Die Trockentoner-Technoloie bietet vollständige Lebensmittelsicherheit. Xeikon’s fleXflow für die Standbeutelherstellung wurde, laut Filip Weymans, Vizepräsident Marketing, entwickelt, „um dem wachsenden Verbrauchertrend für den mobilen Konsum von Lebensmitteln und Getränken zu entsprechen. Xeikon erfüllt weiterhin die Anforderungen der Verarbeiter an profitable Kleinauflagen und schnelle Turnarounds, variablen Datendruck in Vollfarbe und ein breites Anwendungsspektrum. Markeninhaber, die eine Vielzahl von Behältern für ihre Produkte suchen, sind von der Stand- und Stapelbarkeit der Beutel, ihrem Gewicht und ihrer Nachhaltigkeit angezogen.“ Diese Anwendung ist laut Unternehmen insbesondere für Etikettenhersteller geeignet, welche ihre Geschäftsaktivitäten ausbauen wollen. „Die digitale Druckmaschine CX500 von Xeikon mit der Cheetah-Trocknungstechnologie liefert höchste Bildqualität mit CMYK und Deckweiß bei 1200 dpi. In der Flexible Packaging Arena wird Xeikon den kompletten Prozess demonstrieren, bei dem Text und Grafik digital auf das Thermolaminat gedruckt werden, wobei die Außenschicht vor dem Herstellungsprozess mit einer Reihe von Barrieren für den Bau des Beutels vorbereitet wird“, so Weymans weiter.
Smart Labels ermöglichen digitale Zwillinge
Eine neue "Smart Label"-Lösung, die von Xeikon in Zusammenarbeit mit UPM Raflatac und Magic Add entwickelt und realisiert wurde besteht aus einer cloud-basierten Anwendung welche die Funktionalität von Etiketten und Verpackungen über die herkömmlichen Druckverfahren hinaus erweitert. Diese ermöglicht Track-and-Trace-Fähigkeit für Etiketten und soll Markeninhabern, die Etiketten und Verpackungen online bringen wollen, helfen, den Erfolg ihrer Kampagnen besser zu messen sowie die Lieferkette zu steuern. Jeroen Van Bauwel, Direktor Produktmanagement bei Xeikon:“ Jedes Paket wird mit einem Bild, Text, einer Zahl oder einem Code einzigartig gemacht und ist bereit für das Scannen mit Standardanwendungen. Es gibt eine Reihe von Optionen wie QR-Codes, die es dem Verbraucher ermöglichen, sein Produkt über den gesamten Lebenszyklus zu verfolgen. Endverbraucher können den Herkunftsort ihres Produkts und jeden Schritt von dort bis zum Verbraucher verfolgen. Sie können die Lagerbedingungen während des Transports überprüfen und den Weg des Produkts vom Lieferanten zum Einzelhändler verfolgen. Das Wissen, dass ihr Produkt authentisch ist, gibt dem Verbraucher das Vertrauen in die Marke. Smart Labels haben die einzigartige Fähigkeit, es den Herstellern zu ermöglichen, weiterhin mit ihren Kunden zu interagieren, auch nachdem der erste Kauf abgeschlossen ist und das Produkt nach Hause gebracht wurde.“
RotaLEN 7511 von SPGPrints.Haptische und texturierte Etiketten
Auf der Panther P3000 Inkjet-Druckmaschine, ermöglicht durch eine neuartige Kombination des Xeikon X-800.Workflows und der UV-Tinte PantherCure wurde taktile und texturierte Etiketten gedruckt. Der neue haptische Druckprozess verbessert und vergrößert nicht nur das Spektrum der möglichen Anwendungen für den Premiummarkt, sondern ermöglicht auch Zeiteinsparungen, da keine Änderungen an den Druckvorstufendateien mehr erforderlich sind. Haptische Effekte auf Etiketten werden insbesondere von der Bier-, Getränke- und Lebensmittelindustrie sowie von der Gesundheits- und Kosmetikbranche nachgefragt. Jeroen Van Bauwel, Director Product Management, sagt: „Der Prozess, der diese taktilen und texturierten Schichten erzeugt, ist in den X-800-Workflow der Panther-Technologie eingebettet. Dabei geben die Markeninhaber und Designer die Struktur, Gestalt und Form des Entwurfs vor. Nach Erhalt der Dateien erkennt der Workflow automatisch die Designelemente und erzeugt die zur Steuerung des Druckkopfes benötigten Daten. So entsteht der haptische Effekt auf dem fertigen Druckprodukt.“ Eine weitere Neuheit ist der automatisch optimierte Farbauftrag der weißen Tintenschicht welches insbesondere im Bereich von transparenten Substraten wichtig ist.
Digitaler Achtfarbdruck
Mit acht Farben druckt die neue TruepressJet L350UV SAI-Serie von Screen. Diese inkjetbasierte Digitaldruckmaschine ermöglicht eine Druckgeschwindigkeit von 80 Metern/Minute wobei CMYKW sowie optional Blau und Orange als Standardfarben zur Verfügung stehen. Ein achter Druckkopf für individuelle Wünsche ist bereits vorgesehen. Die Maschine ist in vier Varianten – vom Einstiegsmodell (E) bis zur Version für den Druck von Lebensmittelverpackungs-Etiketten (LM) erhältlich. Eine doppelte UV-Trocknungseinheit ist ebenfalls integriert. Alle Maschinen dieser Serie lassen sich vor Ort mit zusätzlichen Farben ausstatten. Der Name des Systems „SAI” steht für sein Designkonzept: ein extrem „stabiler” Betrieb, eine „akkurate” Farbwiedergabe und bewährte „integrierte” Technologien. Auf Japanisch bedeutet „SAI” auch „Farbe” und „hoch” und bringt damit das kontinuierliche Bestreben von Screen nach einer überlegenen Farbwiedergabe zum Ausdruck. Das System ist auch mit proprietären Farbmanagement-Technologien ausgestattet, die in Zusammenarbeit mit der CGS Publishing entwickelt wurden. Diese Technologien ermöglichen eine weitaus bessere Farbwiedergabe als es bisher möglich war.
SpectraLab von AVT.Modulare Produktionsdruckmaschine
Mit der TAU RSC-Plattform hat Durst neue industrielle Druckmaschinen, abgestimmt auf die Bedürfnisse von Etiketten- und Verpackungsdruckern angekündigt. Die neue Tau RSCi, die zusammen mit den aktuellen Tau 330 RSC- und RSC-E-Maschinen gezeigt wurde, hat Druckbreiten von 330, 420 oder 508 Millimeter und eine höhere Druckgeschwindigkeit von bis zu 100 Meter/Minute. Zu den neuen Funktionen des RSC-Portfolios gehören ein hochtransparenter Weißdruckmodus für eine erhöhte bildschirmähnliche Opazität und ein Hochgeschwindigkeits-Weißmodus, der Hochgeschwindigkeitsdrucke bei 80 Meter/Minute aller Farben, einschließlich Weiß, ermöglicht, so das Unternehmen.
Dedizierte Workflow-Software für Web2Production und Dursts eigene Prepress-Software "Workflow Label", die von Durst Professional Services zur Anpassung von MIS-Integrationssoftwarepaketen angeboten wird wurde vorgestellt. Neue Funktionen des Durst Workflow Labels in Kombination mit den angepassten Durst Smart Shop- und Integrationspaketen tragen dazu bei, die Industry 4.0 Standards zu erfüllen und das erweiterte Tau RSC Portfolio voranzutreiben.
Helmuth Munter, Segment Manager, Etiketten und Verpackungsdruck von Durst, sagte: "Die Labelexpo markiert 10 Jahre Durst in der Etikettenindustrie mit einer Vielzahl neuer Innovationen: zuerst mit 7 Farben, zuerst mit Kühlwalze, zuerst mit migrationsarmer Tinte und zuerst mit einem inerten Härtungssystem. Die vor zwei Jahren eingeführten Tau 330 RSC und Tau 330 RSC E setzen neue Maßstäbe im Etikettendruck und verfügen heute über mehr als 50 Installationen auf der ganzen Welt. Wir sind zuversichtlich, dass unsere aktualisierte Tau RSC-Plattform erneut die Grundlage für die Zukunft des industriellen digitalen Tintenstrahldrucks in der Etikettenindustrie schaffen wird."
Toner und Flexodruck
Konica Minolta präsentierte auf seinem Stand die AccurioLabel 230s mit einer Flexostation gemeinsam entwickelt mit Grafisk Maskinfabrik (GM) für den Weißdruck inline. Diese analoge Weißdruckmöglichkeit kann an bestehenden Maschinen nachgerüstet werden. Das neue Tonerdrucksystem wurde optimiert: Dazu gehören eine Erhöhung der Druckgeschwindigkeit auf bis zu 23,4 Meter/Minute, eine verbesserte Produktivität, eine Überdruckungsfunktion, der Wegfall des Aufwärmprozesses, weniger Makulatur und ein noch genaueres Register.
Edoardo Cotichini, Team Manager Industrial Printing bei Konica Minolta Business Solutions Europe, erklärt: „Unsere AccurioLabel-Systeme schließen die Lücke zwischen Einsteiger-Digitaldruckmaschinen und High-End-Systemen. Wir erwarten daher auch auf der Messe wieder großes Interesse von Dienstleistern aus dem Bereich Etikettendruck. Wir freuen uns, die zahlreichen Vorteile dieser Systeme demonstrieren zu können. Sie bieten vor allem Benutzerfreundlichkeit und Produktionsflexibilität, kurze Durchlaufzeiten und Druckfunktionen für variable Daten. Wir werden auch unseren erstklassigen Support und Service vor Ort im Rahmen unseres kundenorientierten und partnerschaftlichen Ansatzes demonstrieren".
Ebenfalls wurde am Stand der MGI JETVarish 2D WEB Color+ für den Dekor von Etiketten und flexiblen Verpackungen vorgestellt. Unterschiedliche Veredelungen lassen sich mit diesem realisieren.
Die AccurioLabel 230 von KonicaMinolta.Neue Anwendungen und noch opazitäres Weiß
HP Indigo und Karlville päsentierten eine neue Lösung zur Optimierung der Beutelherstellung, die eine sofortige Markteinführung für kleine und mittlere Auflagen ermöglicht. Die HP Indigo Digital Pouch Factory Demo feiert auf der Messe ihr Debüt mit der HP Indigo 20000 Digital Press und den Karlville Pack Ready Laminier- und Beutelherstellungsmaschinen. Die schlüsselfertige Lösung erleichtert den Markteintritt, um Beutel nach Bedarf und unter Einhaltung der Vorschriften für Lebensmittelverpackungen nachhaltiger zu liefern. HP Indigo ElectroInks können für Lebensmittelverpackungen verwendet werden und sind frei von UV-reaktiven Chemikalien.
Das HP Indigo ElectroInk White Ink Portfolio mit HP Indigo ElectroInk Premium White für Sleeves für Schmalbahndruckmaschinen wurde erweitert. Die neue weiße Tinte mit hohem Gleitvermögen kann in einem einzigen Druckprozess eine größere Bandbreite an Opazitätsstufen liefern und wurde speziell für eine effizientere Verarbeitung von Schrumpfschläuchen entwickelt.
HP Indigo kündigte eine Zusammenarbeit mit Agfa an, um sein Sicherheitsportfolio um einzigartige Designs mit variablen Daten für Markenschutz- und Sicherheitsanwendungen zu erweitern.
Das mit der HP Indigo 6900 Digital Press integrierte HP Indigo GEM kann digitale Spot- und Tastlacke, digitale Folien und eine Reihe anderer kreativer Effekte erzeugen. Die One-Pass-Lösung benötigt nur einen Bediener und eine digitale Datei pro Auftrag und wird voraussichtlich Ende des Jahres verfügbar. Die Beta-Tests der ersten GEM-Einheit laufen am ILS in den USA. „ILS ist ein Pionier im Bereich der digitalen HP Indigo Etiketten und Verpackungstechnologie. Die HP Indigo GEM-Lösung bietet die Möglichkeit, den Markt mit einer vollständig digitalen Drucklösung mit variablen Verzierungen zu stören", sagt Jay Dollries, Präsident und CEO von ILS. „Diese neueste Innovation bietet eine breite Palette von Verzierungen und kreativen Optionen".
Zudem wurde für digitale Folienherstellung in Silber und Gold eine neue Inline-Metallisierungslösung, KURZ DM-JETLINER mit der HP Indigo 6900, demonstriert. Diese Lösung vereinfacht die Herstellung hochwertiger Etiketten mit metallischen Effekten in einem Durchgang auf einer Vielzahl von Substraten bei voller Druckgeschwindigkeit ohne Werkzeuge und mit geringerem Ausschuss im Vergleich zur analogen Lösung.
Eine weitere neue Tinte, HP Indigo ElectroInk Fade Resistant Orange, ist jetzt erhältlich, um ein siebenfarbiges Tintenset für Outdoor-Etikettenanwendungen zu vervollständigen, die eine hohe Lichtechtheit erfordern.
Im Software-Bereich stellte HP unter anderem mit dem PrintOS Enhanced Productivity Mode (EPM) Preflight für Etiketten und Verpackungen, ersetzt die manuelle Dateianalyse und bietet eine einfache Möglichkeit, die Kompatibilität von PDF-Dateien zu überprüfen, um 33% schneller mit drei Farben zu drucken. Eine Cloud-basierte Lösung ist der HP PrintOS Marketplace, welcher ein On-Demand-Abonnement für unter anderem eine Vielzahl von Workflow-Anwendungen und –Lizenzen bietet.
Prati’s Jupiter war eine der Neuvorstellungen in Brüssel.VOC- und lösungsmittelfreie Plattenproduktion
Miraclon stellte den Kodak Flexcel NX Ultra-Druckplattenherstellungsprozess vor. Die wasserbasierte Verarbeitung der Platten, ohne Lösungsmittel und VOC, ermöglicht die Produktion von druckfertigen Platten innerhalb einer Stunde. Die von Miraclon entwickelte patentierte Kodak Ultra Clean-Technologie, ermöglicht laut Hersteller die Erstellung von „konsistenten, leistungsstarken Flexodruckplatten in einer Umgebung mit hohem Durchsatz und geringem Wartungsaufwand. Die KODAK FLEXCEL NX Ultra Lösung besteht aus dem FLEXCEL NX System für Premium-Bildgebung, dem neuen FLEXCEL NX Ultra Konvertierungssystem und der neuen FLEXCEL NX Ultra Platte. Das Verarbeitungssystem kombiniert Belichtungs-, Auswaschungs-, Trocknungs- und Veredelungsfunktionen in einem einfach zu bedienenden, robusten System mit automatischen Reinigungszyklen. Die neue Kodak Flexcel NX Ultra 35 kann Platten bis zu einer Größe von 889 x 1219,2 Millimeter bebildern.
Die neue TruePressJet L350UV-SAI bei Screen war hinter einer interaktiven Displayfläche zu beobachten.Die FLEXCEL NX Ultra-Platten, erhältlich in Stäarken von 1,14 Millimeter und 1,70 Millimeter, verwenden die bewährte Flat-Top-Punktstruktur, die Kodak NX Advantage-Technologie und die patentierte Advanced Edge Definition, die allen Anwendern von FLEXCEL NX-Systemen zur Verfügung steht. Chris Payne, CEO von Miraclon: "Unsere reiche Flexo-Tradition hat zu einer Erfolgsgeschichte technischer Innovationen geführt, die es unseren Kunden ermöglichen, zu wachsen und erfolgreich zu sein. Wir konzentrieren uns auf die Bewältigung komplexer Herausforderungen, und unsere KODAK Ultra Clean-Technologie hat die grundlegende Herausforderung der "Inkonsistenz" gelöst, die traditionell bei wasserbasierten Flexodruckplatten auftritt. Auf diese Weise können Druckereien die Vorteile unserer branchenführenden Plattentechnologie nutzen, ohne den Aufwand der Lösungsmittelverarbeitung.

 

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